Der Bonsai wird traditionell mit der japanischen bzw.
chinesischen Kultur in Verbindung gebracht. Viele Menschen glauben,
dass nur ein echter Baum, der auch tatsächlich in Japan oder China
beheimatet ist, auch als Bonsai gezogen werden kann. Doch dies
entspricht nicht ganz der Tatsache. Denn eigentlich verhält es sich
so, dass alle Baumarten, die verholzend, kleinblättrig bzw.
kleinnadlig sind, auch als Bonsai gezogen werden können.
Wenn man sich einen eigenen kleinen Bonsai erschaffen möchte,
sollte man sich auf jeden Fall für Gattungen entscheiden, die in
unseren Breitengraden auch gedeihen. Dazu gehören zum Beispiel
Kiefern, Wacholder oder verschiedene Ahornarten. Bonsai-Bäume, die
ganzjährig im Garten ihre Zeit verbringen, sollten im Winter jedoch
vor starkem Frost geschützt werden. Die kann entweder durch das
Versenken der Wurzeln in der Erde geschehen oder durch eine
Mulchschicht, die die Wurzeln komplett umgibt.
Die Bonsai-Bäume erlangten jedoch auch im Bereich der
Zimmergestaltung immer mehr Ansehen. Und so werden heutzutage nicht
nur die verschiedenen Gehölze unterschieden, sondern man
unterscheidet heute auch zwischen Indoor- und Outdoor-Bonsai.
Zu den so genannten Outdoor Bonsais gehören die Freilandbonsais.
Sie verbringen das gesamte Jahr im Freien und vertragen meist auch
keinen Standortwechsel nach drinnen. Die Indoor Bonsais können
weiterhin unterschieden werden in tropische und subtropische
Pflanzen. Die subtropischen Bonsais mögen einen Standort, der sehr
sonnig ist. Dieser kann durchaus auch außerhalb des Zimmers
liegen. Ein Standort im Garten macht ihnen also nichts aus.
Nur im Winter sollten sie ins Haus geholt werden. Zur Überwinterung
eignet sich ein luftiger und heller Raum, der nicht wärmer als 15
°C warm ist. Zu diesen Pflanzen gehört zum Beispiel die Steineibe,
die immer Sommer viel Sonne mag, im Winter sogar leichte Fröste
überstehen kann.
Tropische Zimmerbonsais sind diejenigen Gattungen, die
ganzjährig im Zimmer aufgestellt werden können. Sie vertragen
trockene Luft sehr gut und benötigen nicht unbedingt einen sonnigen
Standort. Es sollte jedoch ein recht heller Standort gewählt
werden, bei dem jedoch nicht auf direkte Sonneneinstrahlung Wert
gelegt werden muss.
Im Laufe der Zeit erlebten die Bonsai-Bäume einen wahren Boom
und selbst Zimmerpflanzen wurden zu diesen kleinen Bäumchen
geschnitten. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass es
sich um verholzende Zimmerpflanzen handelt. Besonders beliebt als
Zimmer-Bonsais sind verschiedene Gattungen des Ficus. Diese Arten
sind sehr robust und halten vielen verschiedenen Standortbedingen
stand. Außerdem gelten sie schon fast als Anfänger-Bonsai, da sie
eben sehr pflegeleicht sind.
Fest steht, dass mehr Gattungen und Pflanzenarten als Outdoor
Bonsai geeignet sind, als für den Indoor Bereich. Im Garten, auf
dem Balkon oder der Terrasse können zum Beispiel Azaleen, Birken,
verschiedene Ulmenarten und Buchenarten, Lerche und einige
Nadelgehölze wie Kiefern, Eiben und Wachholder aufgestellt werden.
Besonders beliebt sind jedoch die verschiedensten Ahornarten, da
diese auch meist auf den traditionellen Malereien dargestellt
werden und somit zu den typischen Bonsai-Arten gehören. Selbst
verschiedene Obstbäume können als Bonsai-Bäume geschnitten werden.
Dazu zählen neben der Kornelkirsche auch die Quitte und
Zwergapfelbäumchen. Selbstverständlich können verschiedene
Zwergbäumchen auch in Form von Bonsai-Bäumen gehalten werden.
Neben den verschiedenen Ficus-Arten sind für den Indoor-Bereich
nicht sehr viele Gattungen und Arten geeignet. Dazu zählen Myrthe,
Jasmin, Granatapfel, Olive, der Feigenbaum und einige andere.
Besonders hübsch sehen dann natürlich die Bonsai-Bäume aus, die
Früchte tragen. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich nur um
Zierfrüchte handelt oder ob diese tatsächlich verzehrt werden
können. Die Früchte bringen einfach etwas Farbe ins Spiel und
lockern das Bild des Bonsais etwas auf.
Tipp: Bei der Bonsai Zimmerdekoration eignen sich Chinesiche Zimmerbrunnen, hier finden Sie schöne Brunnen aller Art: Brunnen