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Die richtige Pflege für einen perfekten Bonsai

Wer sich einen Bonsai ziehen möchte, der sollte sich zuerst einmal Informationen zur Pflege dieser kleinen Bäume einholen. Denn die Bonsai-Bäume sind sehr pflegeintensiv und brauchen viel Zuwendung. Mit einfachem und regelmäßigem Gießen ist es nicht getan. Die Pflege der Bonsai-Bäume besteht aus vielen verschiedenen Bereichen.

Ein Bereich der Pflege ist zum Beispiel der Beschnitt. Bevor es jedoch ans Schneiden geht, sollte die Form festgelegt werden. Es gibt verschiedene Formen für Bonsai-Bäume. Für welche man sich im Endeffekt entscheidet, ist dem eigenen Geschmack überlassen. Als Beispiele seien für die Formen die aufrechte, die lehnende also schräge, die Kaskaden- sowie die S-Form und viele weitere mehr genannt. Beim Rückschnitt ist zu beachten, dass die Äste am Ansatz dicker sind als an den Spitzen. Man muss also darauf achten, dass die Äste oben nicht zu weit austreiben. Die Äste werden dabei außerdem so geschnitten, dass der Hauptstamm gut zu erkennen ist. Besonders beliebt dabei ist die Etagenform. Die Seitenäste werden dabei einfach so geschnitten, dass sie voneinander im gewissen Abstand stehen. Dazwischen liegende Äste werden einfach entfernt. Der Beschnitt sollte bei einer kräftigen Pflanze im Mai bzw. Juni durchgeführt werden. In dieser Zeit können die Schnittwunden besonders gut heilen. Sie sollten jedoch mit einem speziellen Balsam verschlossen werden.

Ebenfalls sehr wichtig ist der Blattschnitt. Durch den Blattschnitt erhält man eine dichtere Verzweigung und kleinere Blätter, was typisch für Bonsai-Bäume ist. Bei fast allen Baumarten kann diese Form des Schnittes alle zwei Jahre durchgeführt werden. Dabei werden im Juni sämtliche Blätter abgeschnitten. Der Blattstil bleibt stehen. Er fällt mit der Zeit allein ab. Die Blätter treiben neu aus, wobei die Verzweigung der Äste gefördert wird.

Bonsai-Bäume müssen regelmäßig gegossen werden. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Denn in diesem Fall gibt es keine Überlebenschance für den Baum. Im Sommer sollte morgens und abends gegossen werden. Dies hält die Erde feucht. Dabei sollte man nur abgestandenes Wasser verwenden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Erde auch nicht zu nass ist. Dann muss mit dem Gießen gewartet werden. Bei zu trockener Erde kann man die Schale „tauchen“. Dazu wird sie komplett unter Wasser gehalten bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Neben dem Gießen ist auch das Düngen sehr wichtig. Es können organische und Flüssigdünger verwendet werden. Am besten geeignet ist handelsüblicher Bonsai-Dünger, der in Fachgeschäften oder im Baumarkt erhältlich ist. Auf der Verpackung ist in der Regel aufgedruckt, wie das Düngen von statten gehen muss, um den Bonsai gut zu pflegen, ihn dabei jedoch nicht zu überdüngen. Gedüngt wird grundsätzlich nur in den Sommermonaten. In den Wintermonaten ist das Düngen nicht nötig. Bei Laubbäumen wird in den Monaten von Mai bis August und bei Nadelbäumen von Mai bis September gedüngt.

Ein weiterer wichtiger Bereich der Bonsai Pflege ist das Drahten. Das Drahten stellt für viele Bonsai-Eigentümer jedoch eine große Herausforderung dar. Wichtig ist, dass die Äste beim Drahten nicht brechen. Aus diesem Grund ist die Wachstumsphase der geeignete Zeitpunkt zum Drahten. Der Draht wird spiralförmig um die Zweige gelegt. Dabei sollte immer von innen nach außen und von unten nach oben gedrahtet werden. Auf einen gleichmäßigen Abstand ist zu achten. Der Draht sollte jedoch nicht zu fest um Stamm und Äste gelegt werden, da es sonst zu Druckstellen kommen kann. Im schlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass der Draht ins Holz einwächst. Bei älteren Bonsai-Bäumen ist das Drahten auf diese Weise jedoch selten möglich. Hierbei wird auf das Spannen zurückgegriffen. Das bedeutet, dass die Enden des Drahtes in Schlaufen um den zu spannenden Ast und um den Hauptstamm gelegt werden. Auch so kann man die Äste in Form bringen. Da hierbei großer Druck ausgeübt wird, sollte ein Aquariumschlauch über den Draht gezogen werden, um Stamm und Äste nicht zu verletzen.

Ein Bonsai-Baum muss selbstverständlich auch regelmäßig umgetopft werden. So kann gewährleistet werden, dass die Erde reich an Nährstoffen bleibt. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr vor dem Austrieb oder der Herbst. Bevor die Pflanze jedoch in die neue Schale gesetzt wird, sollten die Wurzeln zurückgeschnitten werden. Vorher muss jedoch sämtliche alte Erde von den Wurzeln entfernt werden.

Für die richtige Pflege ist natürlich auch das passende Werkzeug von Nöten. Zur Ausrüstung sollten unbedingt eine Bonsaischere, eine Konkavzange, eine Astschere, verschiedene Bonsaischalen, ein Sieb für die Erde, eine Wurzelkralle und ein Wundverschluss gehören.


 
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